Operation
Achskorrekturen — Ablauf & Nachbehandlung
Eine Fehlstellung der Beinachse — ein X-Bein (Genu valgum) oder O-Bein (Genu varum) — führt zu einer einseitigen Mehrbelastung des Kniegelenks. Auf Dauer begünstigt das eine vorzeitige Abnützung des überlasteten Gelenkanteils; man spricht von einer Präarthrose.
Mit einer Achskorrektur (Umstellungsosteotomie) lässt sich die Belastung wieder gleichmäßig auf das Gelenk verteilen. Bei einer einseitig beginnenden Arthrose kann dadurch der geschädigte Anteil entlastet und ein künstlicher Gelenkersatz hinausgezögert werden — das eigene Gelenk bleibt erhalten.
Operationsverfahren
Bei der Umstellungsosteotomie wird der Knochen nahe dem Kniegelenk gezielt durchtrennt und in der korrigierten Stellung mit einer winkelstabilen Platte fixiert. Bei einem O-Bein erfolgt die Korrektur meist über eine aufklappende Osteotomie am Schienbein, bei einem X-Bein in der Regel über eine zuklappende Osteotomie am Oberschenkel. Die genaue Planung erfolgt anhand von Röntgenaufnahmen der gesamten Beinachse.
Ablauf & Nachbehandlung
- Fixierung: winkelstabile Platte
- Belastung: in den ersten Wochen Teilbelastung mit zwei Unterarmstützkrücken
- Vollbelastung: in der Regel nach einigen Wochen, je nach knöcherner Heilung
- Metallentfernung: bei Beschwerden durch das Implantat in der Regel frühestens nach etwa einem Jahr möglich
Diese Informationen geben einen Überblick und ersetzen kein persönliches ärztliches Gespräch. Das individuelle Vorgehen sowie alle Alternativen bespreche ich gerne mit Ihnen in der Ordination.