Operation
Plicaresektion — Ablauf & Nachbehandlung
Eine Plica ist eine angeborene Schleimhautfalte (Falte der Gelenkinnenhaut) im Kniegelenk, die bei vielen Menschen vorhanden ist und keinerlei Beschwerden verursacht. Wird die Falte jedoch durch Überlastung oder ein Trauma gereizt, kann sie sich verdicken und vernarben — es entsteht das sogenannte Plica-Syndrom mit Schmerzen, einem Schnappphänomen und mitunter Einklemmungsgefühl, meist an der Knieinnenseite.
Im Vordergrund steht zunächst immer die konservative Therapie mit Belastungsmodifikation, Physiotherapie und entzündungshemmenden Maßnahmen. Bleiben die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung bestehen, kann die gereizte Falte im Rahmen einer Kniegelenksspiegelung entfernt werden.
Operationsverfahren
Die Plicaresektion erfolgt arthroskopisch, also minimal-invasiv über kleinste Zugänge. Die verdickte, vernarbte Schleimhautfalte wird dabei aufgesucht und sparsam entfernt. Begleitende Veränderungen im Kniegelenk können im selben Eingriff mitbeurteilt werden.
Ablauf & Nachbehandlung
- Eingriff: arthroskopisch, minimal-invasiv
- Thromboseprophylaxe: für rund 2 Wochen
- Nahtentfernung: nach 12–14 Tagen
- Gehhilfen: Stützkrücken nach Bedarf für einige Tage
- Belastung: frühfunktionell, schmerzadaptierte Belastung in der Regel rasch möglich
Diese Informationen geben einen Überblick und ersetzen kein persönliches ärztliches Gespräch. Das individuelle Vorgehen sowie alle Alternativen bespreche ich gerne mit Ihnen in der Ordination.